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Makler & Vermarktung

Immobilienberater

Immobilienberater begleiten Eigentümer und Kaufinteressenten durch Vermarktung und Kaufentscheidung – dieselbe Vermittlungsarbeit wie beim Makler, mit Schwerpunkt auf Beratung und meist ohne eigene Akquiseverantwortung.

7 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Immobilienberater verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.950 € 3.700 € 35.400 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.900 € 5.400 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.900 € 7.200 € 58.800 €

Die Werte gelten für eine Anstellung und enthalten einen variablen Anteil, der kleiner ausfällt als beim akquirierenden Makler – das ist die Gegenseite dazu, dass die Objekte aus dem Haus kommen. In Banken und Wohnungsunternehmen ist der Fixanteil hoch und die Spanne schmal, in Vertriebsgesellschaften von Bauträgern umgekehrt. Wer vergleicht, sollte nachfragen, worauf sich die Zielvorgabe bezieht: auf Abschlüsse, auf vermittelte Finanzierungen oder auf die Zahl der geführten Beratungen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Immobilienberater?

Der Titel ist der weichere für dieselbe Sache. Rechtlich ist die Tätigkeit dieselbe erlaubnispflichtige Vermittlung nach § 34c Abs. 1 Nr. 1 GewO, die Anzeigen meinen aber meistens eine andere Gewichtung: mehr Beratung, weniger Kaltakquise. Die Objekte kommen aus dem Haus – aus dem Bestand eines Wohnungsunternehmens, aus dem Neubauvertrieb eines Bauträgers, aus dem Immobiliengeschäft einer Bank, das an die Baufinanzierung angedockt ist. Beraten wird entlang der Fragen, die vor der Entscheidung stehen: Was ist das Objekt wert, welche Nebenkosten fallen beim Erwerb an, welcher Sanierungsstau steckt im Energieausweis, wie passt der Kaufpreis zur Finanzierung.

In der Praxis heißt das: Exposé und Unterlagen prüfen statt erstellen, Interessenten durch mehrere Besichtigungen begleiten, Finanzierungsbestätigungen einholen, zwischen Verkäufererwartung und Käuferbudget vermitteln, den Notartermin vorbereiten. Auch hier gilt die Identifizierungspflicht aus dem Geldwäschegesetz, und auch hier haftet, wer falsche Flächen- oder Energieangaben weitergibt.

Worin der Unterschied zum Makler liegt

Vor allem in der Herkunft der Objekte und damit im Risiko. Wer nicht akquirieren muss, hängt weniger an der eigenen Abschlussquote; dafür ist der Anteil an der Provision kleiner und die Weisungsbindung enger. Die Kehrseite zeigt sich beim Wechsel: Ein Berater ohne eigenen Eigentümerzugang nimmt beim Arbeitgeberwechsel wenig mit. Wer den Beruf langfristig denkt, sollte deshalb früh anfangen, Kontakte selbst aufzubauen, auch wenn die Stelle es nicht verlangt.

Anzeigen mit diesem Titel sind fast durchweg Anstellungen. Die Verträge ohne Anstellungsverhältnis, die sich im Bestand dieses Portals häufen – 95 von 1.432 Anzeigen, 6,6 Prozent –, sitzen weit überwiegend auf den Maklerstellen und nicht hier.

Wie wird man Immobilienberater?

Über die Ausbildung zum Immobilienkaufmann, über eine kaufmännische Ausbildung mit immobilienwirtschaftlicher Weiterbildung oder über den Quereinstieg aus Bankberatung, Versicherungsvertrieb oder gehobenem Einzelhandel. Banken und Sparkassen besetzen solche Stellen häufig intern aus der Kundenberatung, weil der Kontakt zum Finanzierungskunden schon besteht. Die Weiterbildungspflicht von zwanzig Stunden in drei Jahren nach § 34c Abs. 2a GewO gilt auch für Beschäftigte, die unmittelbar an der erlaubnispflichtigen Tätigkeit mitwirken.

Was der Beruf verlangt

Geduld mit langen Entscheidungswegen. Eine Kaufentscheidung über ein Eigenheim zieht sich über Wochen, wird zwischendurch zurückgenommen und hängt am Ende oft an einer Finanzierungszusage, auf die der Berater keinen Einfluss hat. Abend- und Samstagstermine sind auch hier der Normalfall. Dazu kommt die Fähigkeit, eine unangenehme Einschätzung auszusprechen: dass der Preis nicht zu halten ist, dass das Budget für das Objekt nicht reicht, dass die Sanierung teurer wird als gedacht. Wer stattdessen bestätigt, was der Kunde hören will, produziert Rückabwicklungen und verliert die Empfehlung, von der dieser Beruf lebt. Der zweite Belastungspunkt ist die Zielvorgabe. Wo Beratung an Abschlusszahlen gemessen wird, gerät sie unter Druck, und der Druck landet beim Kunden. Vor der Zusage lohnt deshalb die Frage, worauf die Zielvereinbarung sich bezieht, wie groß der variable Anteil am Einkommen ist und was passiert, wenn ein Quartal ohne Abschluss bleibt. Häuser, die darauf konkret antworten, haben die Antwort meistens schon einmal gebraucht.

Aufgaben

  • Eigentümer und Kaufinteressenten durch Vermarktung und Kaufentscheidung begleiten
  • Objektunterlagen prüfen und Widersprüche zwischen Grundbuch, Bauakte und Energieausweis aufklären
  • Preis- und Mieteinschätzungen erstellen und gegenüber beiden Seiten begründen
  • Besichtigungen durchführen und Rückfragen zu Zustand, Nebenkosten und Sanierungsbedarf beantworten
  • Finanzierungsrahmen abfragen und die Bestätigung vor der Reservierung einholen
  • Zwischen Verkäufererwartung und Käuferbudget vermitteln
  • Notartermin vorbereiten und die Übergabe begleiten
  • Vertragsparteien nach dem Geldwäschegesetz identifizieren

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung, häufig zum Immobilienkaufmann, oder Erfahrung in der Kundenberatung
  • Grundkenntnisse in Baufinanzierung, Erwerbsnebenkosten und Grundbuchrecht
  • Sicheres Auftreten in Gesprächen, in denen eine unangenehme Einschätzung fällig ist
  • Bereitschaft zu Abend- und Samstagsterminen sowie Führerschein
  • Weiterbildung von zwanzig Stunden in drei Jahren, sofern an der erlaubnispflichtigen Tätigkeit mitgewirkt wird
  • Sorgfalt bei Flächen-, Bau- und Energieangaben

Wo man arbeitet

  • Immobilienabteilungen von Banken, Sparkassen und Volksbanken
  • Vertriebsteams von Bauträgern und Projektentwicklern
  • Vermietungs- und Verkaufsteams von Wohnungsunternehmen
  • Maklerhäuser mit getrennter Akquise- und Betreuungsrolle
  • Beratungsstellen für Kapitalanleger und Bestandshalter

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg führt über die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder eine kaufmännische Ausbildung mit anschließender immobilienwirtschaftlicher Weiterbildung, etwa zum Geprüften Immobilienfachwirt. In Banken und Sparkassen entstehen solche Stellen häufig aus der eigenen Kundenberatung heraus, weil der Zugang zum Finanzierungskunden bereits vorhanden ist. Ein Studium der Immobilienwirtschaft ist möglich, aber nicht der Regelfall. Entscheidend für den Einstieg ist weniger der Abschluss als der Nachweis, dass jemand Beratungsgespräche führen und Unterlagen sicher lesen kann.

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