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Facility Management & Objektbetreuung

Hauswart

Die ältere, in der Wohnungswirtschaft und in der Schweiz gebräuchliche Bezeichnung für die Betreuung eines Wohnhauses. Der Schwerpunkt liegt auf Ordnung, Hausordnung und Mieterkontakt, weniger auf Technik.

2 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Hauswart verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.150 € 2.250 € 2.450 € 27.000 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.700 € 3.050 € 32.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.300 € 3.800 € 39.600 €

Diese Stelle liegt am unteren Rand des Feldes, und dafür gibt es zwei nüchterne Gründe. Erstens ist sie über die Betriebskostenverordnung umlagefähig und steht damit unter unmittelbarer Beobachtung durch Mieter und Eigentümer – jede Erhöhung landet in der Abrechnung. Zweitens ist ein erheblicher Teil der Stellen Teilzeit, oft an ein Quartier mit festgelegter Stundenzahl gebunden; die hier genannten Werte beziehen sich auf Vollzeit und sind entsprechend umzurechnen. Nach oben bewegen sich die Zahlen über Tarifbindung im Wohnungsunternehmen oder im öffentlichen Dienst und über zusätzliche technische Zuständigkeiten. Eine Dienstwohnung ist geldwerter Vorteil, kein Gehaltsbestandteil.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Hauswart?

Die Arbeit ähnelt der des Hausmeisters, die Gewichtung ist eine andere. Im Mittelpunkt steht die Ordnung im Haus: Sauberkeit in Treppenhaus, Keller und Waschküche, der Zustand der Müllstandorte und der Fahrradkeller, die Einhaltung der Hausordnung, Ruhezeiten, abgestellte Gegenstände in Fluchtwegen. Dazu die Außenanlagen, der Winterdienst, Reparaturen in dem Rahmen, der ohne Fachbetrieb geht, und die Kontrolle von Reinigungs- und Gartenfirmen, wo diese Leistungen vergeben sind.

Der zweite Schwerpunkt ist der Mieterkontakt. Der Hauswart ist die Person im Haus, die alle kennen: Er nimmt Anliegen auf, zeigt neuen Mietern die Waschküche, begleitet Wohnungsabnahmen und Übergaben und merkt als Erster, wenn im dritten Stock etwas nicht stimmt. In genossenschaftlichen und kommunalen Beständen gehört das ausdrücklich zur Rolle und ist kein Nebenprodukt. Warum der alte Begriff überlebt hat, zeigt ein Blick in die Betriebskostenverordnung: Dort heißt die umlagefähige Position bis heute „Kosten für den Hauswart“. Anteile für Instandsetzung und Verwaltung müssen herausgerechnet werden – was jemand in dieser Rolle tut, wird also auch danach sortiert, ob es auf die Mieter umgelegt werden darf.

Wie wird man Hauswart?

Über dieselben Wege wie in die Hausmeisterei: handwerkliche Vorerfahrung, ein Führerschein, Zuverlässigkeit. Geschützt ist die Bezeichnung nicht. Stärker als beim technisch geprägten Hausmeister zählt in der Auswahl die soziale Seite – Wohnungsunternehmen fragen nach dem Umgang mit Beschwerden, nicht nach der Schaltberechtigung. In der Schweiz ist der Begriff der Regelfall und dort auch geregelt: Es gibt eine Berufsprüfung zum Hauswart mit eidgenössischem Fachausweis. Wer eine Schweizer Stelle erwägt, sollte das wissen. In Deutschland gibt es keine Entsprechung; hier sind es Lehrgänge der Wohnungswirtschaft und der Bildungsträger, die niemand verlangt und die trotzdem helfen.

Was der Beruf verlangt

Ausdauer im Umgang mit immer denselben Konflikten. Müllplatz, Waschküche, Treppenhausreinigung und Stellplätze erzeugen Streit, der nie endgültig gelöst wird. Zugleich verlangt die Rolle Gleichbehandlung: Wer sichtbar Partei ergreift, verliert die Stellung, aus der heraus er überhaupt vermitteln kann. Dazu die körperliche Seite – Winterdienst vor Sonnenaufgang, Laub, Tonnen, Leitern – und eine Erreichbarkeit, die in Dienstwohnungen faktisch weiter reicht als die Arbeitszeit. Wo eine Dienstwohnung zum Vertrag gehört, sollten Arbeitsverhältnis und Mietverhältnis schriftlich getrennt geregelt sein, samt Erreichbarkeit und Räumungsfrist; sonst endet mit dem einen auch das andere.

Aussichten

Die Bezeichnung verschwindet langsam aus Stellenanzeigen und wird durch „Hausmeister“ oder „Objektbetreuer“ ersetzt. Die Arbeit verschwindet nicht. In Beständen mit älterer Mieterschaft wächst eher der Anteil, der Betreuung ist und nicht Technik, und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen besetzen diese Stellen bewusst mit Menschen, die im Quartier bleiben. Der Weg nach oben führt über die Objektbetreuung: dieselbe Nähe zum Objekt, aber mit Dokumentation, Fremdfirmensteuerung und einem eigenen Auftragsrahmen. Wer den kaufmännischen Teil mag, landet später in der Mietverwaltung. Wer die Technik vorzieht, sollte früh Befähigungsnachweise erwerben, denn ohne sie bleibt diese Rolle die am schlechtesten bezahlte Stufe des Feldes.

Aufgaben

  • Kontrolle von Sauberkeit und Ordnung in Treppenhäusern, Kellern und Waschküchen
  • Durchsetzen der Hausordnung, von Ruhezeiten bis zu freigehaltenen Fluchtwegen
  • Pflege der Außenanlagen, Laubbeseitigung und Winterdienst
  • Betreuung der Müllstandorte samt Trennung und Sperrmüll
  • Annahme von Mieteranliegen und Weitergabe an die Verwaltung
  • Begleitung von Wohnungsabnahmen, Übergaben und Zählerablesungen
  • Kontrolle beauftragter Reinigungs- und Gartenfirmen
  • Kleinreparaturen ohne Eingriff in die Gebäudetechnik

Voraussetzungen

  • Umgang mit Menschen, auch in wiederkehrenden Nachbarschaftskonflikten
  • Verlässliche Anwesenheit zu festen Zeiten im Objekt
  • Handwerkliches Grundverständnis für Reparaturen kleinen Umfangs
  • Körperliche Belastbarkeit und Arbeit im Freien
  • Sorgfalt bei Schlüsseln, Zutritt und dem Betreten von Wohnungen
  • Schriftliche Ausdrucksfähigkeit für Meldungen und Protokolle

Wo man arbeitet

  • Wohnungsgenossenschaften und kommunale Wohnungsunternehmen
  • Wohnanlagen von Eigentümergemeinschaften, betreut über die WEG-Verwaltung
  • Bestände privater Vermieter mit mehreren Häusern in einem Quartier
  • Seniorengerechte und betreute Wohnanlagen
  • Schweizer Liegenschaftsverwaltungen, in denen die Bezeichnung Standard ist

Der Weg in den Beruf

Der Zugang ist derselbe wie beim Hausmeister und ebenso wenig geregelt: handwerkliche Vorerfahrung, ein Führerschein, Erfahrung im Umgang mit Mietern. Wohnungsunternehmen und Genossenschaften stellen häufig aus dem eigenen Umfeld ein und schulen intern nach – Hausordnung und Verkehrssicherungspflicht, Umgang mit Beschwerden, Grundlagen der Betriebskosten. Wer sich formal absichern will, nimmt einen Lehrgang zur geprüften Hauswart- oder Objektbetreuungskraft bei einem Bildungsträger der Wohnungswirtschaft; verlangt wird er selten, gelesen wird er aber. In der Schweiz führt der geregelte Weg über die Berufsprüfung zum Hauswart mit eidgenössischem Fachausweis, die eine mehrjährige Praxis voraussetzt.

Offene Stellen als Hauswart

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