Hausmeister
Betreut ein Wohnobjekt oder mehrere: Kontrollgang, Kleinreparatur, Schlüssel, Müllstandort, Winterdienst – und ist der erste Mensch, den ein Mieter anspricht, wenn etwas nicht funktioniert.
67 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Hausmeister verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.250 € | 2.380 € | 2.650 € | 28.560 € | |
| Mit Berufserfahrung | 2.600 € | 2.950 € | 3.400 € | 35.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.250 € | 3.700 € | 4.300 € | 44.400 € |
Entscheidend ist zuerst, ob eine abgeschlossene Ausbildung dahintersteht und welche. Ohne Gesellenbrief liegt der untere Rand des Marktes nahe am gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro je Stunde; deshalb ist der Abstand zwischen Einstieg und Erfahrung hier enger als in den übrigen Berufen dieses Feldes. Nach oben bewegen den Wert drei Dinge: eine Tarifbindung, meist im tarifgebundenen Wohnungsunternehmen oder im öffentlichen Dienst; Befähigungsnachweise, die den Einsatz an technischen Anlagen erlauben; und die Objektart, denn Gewerbe und Sonderbauten zahlen besser als der Wohnbestand. Eine Dienstwohnung ist geldwerter Vorteil und keine Zulage – sie gehört in die Rechnung, aber auf die andere Seite.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Hausmeister?
Er hält ein Objekt oder eine Handvoll Objekte in Betrieb. Der Tag beginnt mit dem Kontrollgang: Treppenhaus, Keller, Müllstandort, Außenanlage, Beleuchtung, Zugänge. Was dabei auffällt, wird entweder sofort erledigt – eine klemmende Tür, ein ausgefallenes Leuchtmittel, ein verstopfter Bodeneinlauf – oder als Mangel aufgenommen und weiterverfolgt. Dazu kommen Schlüsselausgabe und Schließanlage, Zählerablesung, Sperrmüll, das Stellen und Zurückholen der Tonnen, der Zugang für Handwerker und alles, was Mieter an der Haustür ansprechen.
Der Winterdienst prägt den Beruf stärker als jede andere Aufgabe. Kommunale Satzungen legen die Räum- und Streupflicht überwiegend auf werktags ab sieben Uhr und sonn- und feiertags ab neun; wer sie für den Eigentümer erfüllt, steht bei Schneefall vor dieser Zeit auf dem Gehweg und nicht danach. Dahinter steht die Verkehrssicherungspflicht – kein Serviceversprechen, sondern eine Haftungsfrage, die nach einem Sturz vor dem Haus sehr genau geprüft wird.
Wie wird man Hausmeister?
Eine vorgeschriebene Ausbildung gibt es nicht, die Bezeichnung ist nicht geschützt. Eingestellt wird, wer handwerklich sicher ist, einen Führerschein der Klasse B hat und bei der Schlüsselübergabe einen belastbaren Eindruck macht – das ist mehr Vertrauensfrage als Zeugnisfrage. Viele kommen aus einem Bauhandwerk, andere aus der Industrie oder nach Jahren in einem ganz anderen Beruf. Wer bleiben will, muss den Unterschied zwischen Tätigkeit und Befähigung kennen. An gebäudetechnische Anlagen darf nur heran, wer die einschlägige Ausbildung mitbringt; ohne sie ist man allenfalls elektrotechnisch unterwiesene Person und auf einen eng beschriebenen Ausschnitt festgelegt. Genau an dieser Linie trennt sich die Bezahlung. Sachkundenachweise – Trinkwasserhygiene, Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, Umgang mit Hubarbeitsbühnen – sind in Tagen zu erwerben und verschieben die Linie ein Stück.
Was der Beruf verlangt
Körperliche Arbeit bei jedem Wetter, das ganze Jahr: heben, knien, Leiter, Kälte, Nässe. Dazu Alleinarbeit. In vielen Objekten gibt es niemanden, mit dem sich eine Entscheidung kurz besprechen ließe, und die Verantwortung für das, was man gerade nicht gesehen hat, bleibt trotzdem.
Der zweite, seltener genannte Teil ist der Umgang mit Menschen. Wer im Wohnbestand arbeitet, steht zwischen Nachbarn, die sich über Lärm, Fahrräder im Flur und den Zustand des Müllplatzes streiten, und wird für Dinge verantwortlich gemacht, die er nicht zu verantworten hat. Der Ton ist nicht immer freundlich. Wer ihn persönlich nimmt, hält den Beruf nicht lange durch. Hinter derselben Stellenbezeichnung stecken außerdem zwei sehr verschiedene Arbeitsplätze: das feste Quartier bei einem Wohnungsunternehmen, mit Ortskenntnis und bekannten Gesichtern – oder die Tour über acht Liegenschaften für einen Dienstleister, mit Zeitvorgabe je Objekt und Fahrzeit dazwischen. Vor der Zusage sollte klar sein, welcher gemeint ist.
Aussichten
Der Bedarf bleibt, solange Gebäude bewohnt werden. Der Preisdruck bleibt ebenfalls: Hausmeisterdienste werden ausgeschrieben, vergeben und neu ausgeschrieben, und ein Teil der Leistung lässt sich in Einzelverträge zerlegen. Am unteren Rand liegt die Bezahlung nahe am gesetzlichen Mindestlohn, der seit dem 1. Januar 2026 bei 13,90 Euro je Stunde liegt. Nach oben führen zwei Wege. Der eine geht tiefer in die Technik, über Befähigungsnachweise zum technischen Hausmeister oder Haustechniker. Der andere geht ins Kaufmännische, über die Objektbetreuung in Richtung Objektleitung. Beide beginnen damit, im laufenden Betrieb mehr zu übernehmen, als in der Stellenbeschreibung steht.
Aufgaben
- Kontrollgänge durch Treppenhäuser, Keller, Technikräume und Außenanlagen
- Kleinreparaturen an Türen, Schlössern, Beleuchtung und Sanitärobjekten
- Schlüsselausgabe und Betreuung der Schließanlage
- Winterdienst, Grünpflege und Sauberkeit der Müllstandorte
- Aufnahme von Mängelmeldungen der Mieter und Weitergabe an die Verwaltung
- Zugang und Einweisung für Handwerker und Nachunternehmer
- Ablesen von Zählerständen und Begleiten von Wartungs- und Prüfterminen
- Kontrolle der Treppenhausreinigung, wenn sie eine Fremdfirma erbringt
Voraussetzungen
- Handwerkliches Geschick und sicherer Umgang mit Werkzeug
- Führerschein Klasse B, im Tourendienst unverzichtbar
- Körperliche Belastbarkeit und Arbeit im Freien bei jedem Wetter
- Zuverlässigkeit im Umgang mit Schlüsseln und fremdem Eigentum
- Ruhe im Umgang mit Mietern, auch im Streit zwischen Nachbarn
- Bereitschaft zu frühem Dienstbeginn im Winterhalbjahr
- Grundsichere Bedienung von Smartphone-Anwendungen für Auftrag und Mängelmeldung
Wo man arbeitet
- Wohnanlagen kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen
- Bestände privater Eigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften
- Gebäudedienstleister mit Tourendienst über mehrere Liegenschaften
- Schulen, Kitas und Verwaltungsgebäude öffentlicher Liegenschaftsbetriebe
- Büro- und Gewerbeobjekte mit eigenem Hausmeisterdienst
Der Weg in den Beruf
Einen Ausbildungsberuf Hausmeister gibt es nicht; der Zugang läuft über Erfahrung. Der häufigste Weg führt aus einem Bauhandwerk – Maler, Schreiner, Maurer, Elektro, Sanitär-Heizung-Klima – in ein Wohnungsunternehmen oder zu einem Gebäudedienstleister. Quereinsteiger ohne Gesellenbrief kommen über Objektdienste und kleinere Bestände hinein und bauen dann nach. Wer bleiben will, erwirbt in den ersten Jahren die Nachweise, die den Einsatzbereich erweitern: Schulung zur Trinkwasserhygiene nach VDI/DVGW 6023, die Anerkennung als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, Sachkunde für Hubarbeitsbühnen oder Absturzsicherung. Wer in die Objektleitung will, ergänzt später den Geprüften Fachwirt für Facility Management.
Offene Stellen als Hausmeister
In der Suche fortsetzenHausmeister / Facility Manager (m/w/d)
Hausmeister / Haustechniker – Haushandwerker (Heizungs- und Sanitärinstallateur, Sanitärinstallateur, Elektriker Gebäudetechnik, Elektroinstallateur) bzw. Fachkraft Facility Management (w/m/d)
Hausmeister / Facility Manager (m/w/d)
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Hausmeister (m/w/d) in Vollzeit
Hausmeister (w/m/d)
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Haustechniker halten die Technik eines Gebäudes in Betrieb – Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär, Elektro- und Brandmeldetechnik. Ein Objekt, ein Zuständiger, und der Anruf kommt auch nachts um drei.
- Offene Stellen
- 67
- Monatsbrutto
- 2.400 – 5.500 €
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- Offene Stellen
- 2
- Monatsbrutto
- 2.150 – 3.800 €
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Der Schritt von der Tätigkeit zur Zuständigkeit: dieselbe Nähe zum Objekt wie in der Hausmeisterei, dazu Objektdokumentation, Steuerung von Fremdfirmen und ein eigener Rahmen für kleine Aufträge.
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- 31
- Monatsbrutto
- 2.400 – 4.800 €
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Die Stufe zwischen Hausmeister und Haustechniker: mehr als Kleinreparatur und Winterdienst, weniger als Anlagenverantwortung. Was er anfassen darf, steht in der Betriebsanweisung – und die ist enger, als viele Anzeigen andeuten.
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