Was hier gearbeitet wird
Die Steuerung von Immobilien als Kapitalanlage. Der Asset Manager führt ein Portfolio: Businessplan je Objekt, Entscheidungen über Halten, Entwickeln oder Verkaufen, Investitionen, Vermietungsstrategie. Der Investment Manager und die Transaktionsseite kaufen und verkaufen: Ankaufsprüfung, Due Diligence, Verhandlung, Übergabe in die Bewirtschaftung. Im Fondsmanagement kommt die aufsichtsrechtliche Seite hinzu – Verwahrstelle, Anlagegrenzen, Berichtspflichten.
Es ist das kleinste Feld dieses Portals und das mit den höchsten Einstiegshürden. Die Zahl der Anzeigen sagt allerdings wenig über die Zahl der Stellen: Ein großer Teil dieser Positionen wird über Netzwerk und Personalberatung besetzt und nie ausgeschrieben.
Der Weg hinein
Über ein Studium – Immobilienwirtschaft, BWL mit immobilienwirtschaftlichem Schwerpunkt, Finance – und in aller Regel über eine Zwischenstation. Die üblichen sind: Transaktionsberatung, Bewertung, Property Management, Research, oder ein Traineeprogramm bei einem Bestandshalter oder Investmentmanager.
Praktika und Werkstudententätigkeiten sind in diesem Feld keine Formalie, sondern der eigentliche Zugang. Ein erheblicher Teil der Junior-Stellen wird aus dem eigenen Werkstudentenstamm besetzt.
Ein direkter Quereinstieg gelingt praktisch nur über den Umweg: erst ins Property Management, dann intern weiter. Die Wege stehen in Property Manager werden.
Wie die Arbeit aussieht
Projekthaft und stichtaggetrieben. In einer Transaktionsphase wird über Wochen intensiv gearbeitet, zwischen den Transaktionen ist die Arbeit planbarer. Die Vergütung enthält ab der Managerstufe einen variablen Anteil, der an Portfolio- oder Transaktionsergebnisse gekoppelt ist – die Fragen dazu stehen in Property und Asset Management: die Gehaltsstufen.
Englisch ist in diesem Feld keine Zusatzqualifikation, sondern Arbeitssprache.
Vor der Bewerbung
Klären Sie, ob die Stelle Eigen- oder Fremdkapitalseite ist, ob sie Bestand oder Transaktion bedient und welche Assetklasse gemeint ist. Diese drei Angaben bestimmen die Arbeit stärker als der Titel; eine Anzeige, die sie nicht nennt, ist eine Anzeige mit einer Lücke.
Und rechnen Sie mit mehreren Gesprächsrunden, häufig mit einer Fallaufgabe – ein Businessplan, eine Ankaufsbewertung, eine Cashflow-Rechnung.
Was das Feld verlangt
Ein sicheres Gefühl für Zahlen und die Bereitschaft, Annahmen zu begründen. In der Bewirtschaftung wird gefragt, was war; hier wird gefragt, was sein wird und warum – und die Antwort muss eine Rechnung sein, keine Einschätzung.